Kaum kommt man aus der Sommperause zurück, schon zeigen die argen ARGEn ein weiteres Mal, wie viel Achtung sie den entrechteten Besitzlosen in diesem System entgegenbringen:
Langzeitarbeitslose werden durch die Geißel der drohenden Bezugskürzung gezwungen, illegale Praktiken in der Telefonwerbung auszuführen. Besonders sauer stößt da der Sprecher der Jobbörse auf, der sich jeder Verantwortung entzieht, wie es unter diesen Brüdern Usus ist.
So weit ich dieses Justizsystem verstanden habe, kann jeder gegen illegale Tätigkeiten vorgehen, indem er die zuständigen Behörden auf diese aufmerksam macht. Sollte dem nicht so sein, dann entbehren Strafverfolgungsbehörden jeglichen Sinn. Aber um gegen Verbrechen vorzugehen braucht es ja ein Mindestmaß an Eigeninitiative, sozialem Denken und Rechtsbewusstsein. Dies ist bei den Bütteln der Arbeitsämter allerdings nicht vorhanden, wie sie stets zu beweisen suchen. Darum lässt man die Call-Center gewähren, statt sie anzuzeigen und somit zu verhindern, dass sich noch mehr Empfänger staatlicher Hilfsleistungen strafbar machen.
Aber sind ja sowieso nur Arbeitslose, also Menschen zweiter Klasse, was?
August 17, 2008 um 12:58
Käme ich in eine solche Situation, würde ich als “Zwangsarbeiter” eines Call-Centers am Telefon immer die Wahrheit sagen, dann würde ich ganz schnell gefeuert
August 17, 2008 um 10:26
Mit Zivilcourage gegen die Machenschaften vorzugehen ist wohl das einzige, was die Betroffenen tun können, solange die offiziellen Stellen die Hände in den Schoß legen. Bevor man sich dazu entschließt sollte man sich allerdings klarmachen, ob der Widerstand Strafen in Form von Leistungskürzungen nach sich ziehen kann. Die Geißel der Bezugskürzung kann von den ARGEn relativ willkürlich angewandt werden.