Führerdenken

Mügelns Bürgermeister Gotthard Deuse, seines Zeichens Mitglied bei den Polithuren von der FDP, hat den Ruf seiner Partei als Sammelstelle für Volldeppen durch sein Interview mit der „Jungen Freiheit“ nur zu deutlich verteidigt. Die öffentlichen Reaktionen waren vorabzusehen. Aber wie immer, wenn es um einen braun angehauchten Skandal geht, kommt ein Trottel aus dem Lager der Autoritätsbesessenen und beweist, dass er weder aus der Geschichte gelernt, noch verstanden hat, worum sich der Eklat dreht, und beweist sein tiefes Führerdenken. Diesmal stellte Sebastian Edathy, Mitglied der Sozialabbauenden Partei Deutschlands, sein Demokratiedefizit unter Beweis:

Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), hatte FDP-Chef Guido Westerwelle zuvor aufgefordert, sich von seinem Parteifreund zu distanzieren. „Es ist an der Zeit, dass der Parteivorsitzende Guido Westerwelle Herrn Deuse zur Ordnung ruft und klar stellt, dass dieser nicht für die FDP spricht“, sagte Edathy

Klar, was ein rückgratloser Autoritätsjünger, wie Edathy ist, der geht gar nicht davon aus, dass er selber handeln sollte, statt sich an Autoritäten zu wenden. Er könnte von sich aus irgendwelche Schritte gegen Deuse einleiten. Zumindest wäre das selbstverständlich, würden wir in einer Demokratie leben, in der jeder seine Meinung kundtut und Politiker von jedem kontrolliert werden, nicht bloß von institutionell eingesetzten Autoritäten. Ein solches Führerdenken öffnet Faschisten Tür und Tor.

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