Tornados begeistern im Fluge

Heute aus der Rubrik „SPD bedeutet umkippen“: Mechthild Rawert.

Der Hintergrund ist relativ einfach. Der SPD-Frationsstruck fliegt mit einigen „Abweichlern“ (also Abgeordnete, die wie vom Grundgesetz vorgesehen nach ihrem Gewissen handeln, und gegen die Pläne der Parteispitze stimmen) nach Afghanistan, um zu zeigen, dass der Tornadoeinsatz, gegen den die wenigen SPDler, die sich noch ein wenig eigenständiges Denken bewahrt haben, stimmten, doch gar nicht so schlimm sei. Wozu das gut sein soll, da da der Einsatz nun sowieso schon läuft, weiß keiner. Vielleicht kann es der Struck nicht ertragen, wenn jemand aus „seiner“ Partei eine andere Meinung als die seine vertritt. Ich könnte nun herumzetern, was diese Spinner mit unserem Geld machen oder ähnliches, aber das schafft auch jeder Sittenstrolch mit „Bild“-„Zeitung“ unterm Arm im Biergarten. Vielmehr werd ich hier einmal Mechthilds Begründung, den Tornadoeinsatz nun doch nicht mehr so schlimm zu finden, zitieren:

Mein Eindruck jetzt ist, dass die Wege, wie bei Isaf etwas passiert, so abgesichert sind, dass die Fotos wirklich der Unterstützung von Isaf dienen.

Häh? Es geht den Kritikern darum, dass ISAF die Fotos benutzen kann und wird, um von den deutschen Tornados ausgespähten Stellungen des afghanischen Widerstands anzugreifen, was die Beteiligung des deutschen Militärs in Kampfhandlungen, die über die Verteidigung ziviler Aufbaukräfte und Polizeieinsatz hinausgeht. Warum hatte die Rawert denn vorher Bedenken gegen den Einsatz? Hatte sie Angst, die Piloten verkaufen die Bilder an Google Earth?

A propos Tornado: Die Kontrolle der Exekutive seitens der Jurisdiktion funktioniert mal wieder prächtig. Also hat die Polizeieinheit Krawalla völlig eigenmächtig ohne Wissen aller Minister einfach mal so ein paar Tornados und niemandem im Luftwaffenstützpunkt kam das spanisch vor, sodass er mal nachgefragt hat. Glaubhaft wie eine Geschichte vom Münchhausen.

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Eine Antwort to “Tornados begeistern im Fluge”

  1. Vergleichsweise unvergleichlich « Kurokasai Says:

    […] Struck, der unfreiwillige Skinhead, Autoritätsjünger und Kriegsbefürworter hat sich während der Generaldebatte darüber mokiert, dass Soldaten mit Terroristen gleichgesetzt […]

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