Desinformationswettbewerb

Nach der Verhaftung dieser drei Dilettanten/Strohmänner scheint eine Art Wettbewerb ausgebrochen zu sein. Nach der Süddeutschen und n-tv steigt auch die netzeitung ein und klärt als erstes einmal, wie drei ALG-II-Empfänger fünf Autos für ihre Auotbomben zusammenkriegen.

Die Anschlagsvorbereitungen der drei am Dienstag festgenommenen Terrorverdächtigen waren möglicherweise konkreter als bisher bekannt. Sie hatten sie in Frankreich bereits drei gebrauchte Kleintransporter besorgt, wie der «Focus» berichtete. Dem Magazin zufolge gehen Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) davon aus, dass die Transporter als Autobomben eingesetzt werden sollten.

Achso, gekauft. Klar, in Frankreich schmeißen sie einem den Kleintransporter auch für 20 Tacken hinterher. Aber nicht nur dadurch, dass sie unglaublichen Schrott vom Focus übernimmt, zeichnet sich die netzeitung aus, wiederholt sie doch die Behauptung, man könne aus Wasserstoffperoxid Bomben herstellen.

Die drei am Dienstag im Sauerland Festgenommenen hatten sich in einem angemieteten Ferienhaus angeschickt, aus einer Dreivierteltone Wasserstoffperoxid Bomben zu fabrizieren, mit denen sie von US-Amerikanern besuchte Einrichtungen in Deutschland in die Luft sprengen wollten.

Prinzipiell kann man Sprengstoff unter Verwendung von H2O2 herstellen, doch braucht man dazu noch 1.000 Kilo Salzsäure und Aceton, das man wie 35% H2O2-Lösung nicht ohne weiteres und vor allem nicht unauffällig bekommt, schon gar nicht in diesen Mengen. Die Probleme beim Herstellen und transportieren des Sprengstoffs hatte ich ja schon einmal angesprochen.

Der Zugriff am vergangenen Dienstag musste schnell erfolgen, weil die drei nach einer zufälligen Verkehrskontrolle stark verunsichert waren. Als die drei Verdächtigen zufällig in eine Kontrolle gerieten, entfuhr einem Dorfpolizisten bei der Überprüfung, die Männer stünden «ja auf der Liste des BKA».

Zum Schießen! Da kaufen sich diese drei angeblichen Terroristen also auffällige Chemikalien (Aceton zu kaufen ist die beste Möglichkeit, sich als Bombenbastler verdächtig zu machen), können über sich im Focus lesen und können sogar ihre Verfolger identifizieren, um ihnen die Reifen durchzustechen, aber weil ein Polizist sich verplappert, dass die drei in der Gefährderdatei seien (übrigens weil sie Sylvester 2006 auf einem US-Militärstützpunkt herumgelungert sind) muss ein Schnellschuss erfolgen, weil sie ja nun verunsichert seien. Wer das glaubt, glaubt auch an den Mann im Mond.
Ach ja, ratet mal die Quelle für die zerstochenen Reifen.

Wie entschlossen die Verdächtigen offenbar waren, zeigt sich dem Magazin zufolge angesichts der Tatsache, dass sie die laufende Observation offenbar bemerkten. So sei einer der Islamisten einmal an einer roten Ampel ausgestiegen und habe seelenruhig die Reifen eines Verfolger-Wagens des Verfassungsschutzes aufgeschlitzt.

Advertisements

Eine Antwort to “Desinformationswettbewerb”

  1. Desinformatonswettbewerb, zweite Runde « Kurokasai Says:

    […] zweite Runde Die Süddeutsche legt im Desinformatonswettbewerb ordentlich […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: