Weiß blüht der Mohn

Die NATO hat Forderungen zurückgewiesen, sie solle sich an der Vernichtung von Mohnfeldern in Afghanistan beteiligen. Die Internationale Besatzungstruppe (ISAF) werde aber afghanische Sicherheitskräfte für die Drogenbekämpfung ausbilden und Informationen zur Verfügung stellen, sagte ein NATO-Sprecher am Mittwoch in Kabul. Die UNO hatte die NATO Ende August aufgefordert, gegen den Drogenanbau in Afghanistan vorzugehen.

Natürlich wird der Mohnanbau in Afghanistan nicht bekämpft. Wie sollen die afghanischen Warlords sonst die deutschen Waffen bezahlen? Außerdem wird die Situation doch völlig überschätzt. Die VN tun ja so, als wenn dort genug Mohn vorhanden wäre, um sämtliche Konsumenten auf Jahre zu versorgen.

In einer Presseerklärung des Bonner Projektes »Sicherheit-Heute« hieß es dazu am Dienstag, daß die 2007 erwartete Opiumernte von 8200 Tonnen in Afghanistan die größte Jahresproduktion seit 220 Jahren sei. Rein rechnerisch würde allein die Ernte dieses Jahres genügen, um alle Heroin-Konsumenten auf der Welt für die nächsten dreieinhalb Jahre mit »Stoff« zu versorgen. Die Rohopium-Ernte 2007 hat den Angaben zufolge einen Wert mehr als 700 Millionen US-Dollar. Im raffinierten Zustand, also als Heroin, sei sie gar zwei Milliarden Dollar wert.

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