Atomwaffen nur für Tyrannen

Nicolas Sarkozy hat das Atomprogramm Lybiens verteidigt, mit folgender Begründung:

Auch Länder wie Libyen hätten ein Recht auf Atomstrom. Er sei „offen“ dafür, dass Staaten, die diese „Zukunftsenergie“ brauchen, sie nutzen dürften, sagte der französische Präsident. Nur deshalb sei seine Haltung gegenüber dem Iran „glaubhaft und schlüssig“.

Naja, man kann schon dran glauben, dass er diese Meinung vertritt, viel sinnvoller wird sie dadurch aber nicht. Denn Iran, als Land zwar mit viel Öl, aber wenig Raffinerien, das sich zudem über den Ölverkauf finanziert, braucht Atomkraftwerke ebenso wie Lybien, das auch viel Öl hat. Warum also darf Libyen mit französischer Erlaubnis mal eben ein Atomprogramm führen und der Iran fängt sich mit seinem Programm einen handfesten Krieg ein? Der Grund findet sich in der Formulierung „Länder wie Libyen“, denn Staaten mit einer halbwegs demokratisch gewählten Regierung wie Iran sind in Sarkozys Augen nicht vertrauenswürdig. Schließlich sind Tyrannen ja über jeden Zweifel erhaben sehr friedliche Menschen, wir Deutschen wissen das aus erster Hand…

Oder meint le President, dass nur Staaten, die an französische Erdölkonzerne ein paar Lizenzen vergeben, das Recht haben, Atomstrom zu nutzen? Das wäre typisch für das Gerechtigkeitsverständnis der europäischen Führung.

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Eine Antwort to “Atomwaffen nur für Tyrannen”

  1. Atomkraft für alle, bis auf den Iran « Kurokasai Says:

    […] Atomenergie anstreben«, erklärt Sarkozy auf dem UN-Klimagipfel. Natürlich ist der Iran hierbei ausgenommen, der kriegt Atomkraft nur in Form von Atombomben, geliefert durch Israel, Bombe für Bombe per […]

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