Renazifizierung

In den Kommentaren der konservativen Zeitungen findet man gelegentlich Texte, die zeigen, wie weit es mit der „Renazifizierung“ in unseren Landen schon ist. Der Nazivergleich wird mich bestimmt bei ein paar Leuten den Anspruch von Objektivität kosten, doch passt das Wort so wunderbar auf den gegenwärtigen Verlauf im Bewusstsein des deutschen Michels. Schön volkshygienisch mit „Die islamistische Seuche“ überschrieben zeugt dieser Text von unverhohlenem Führerdenken. Letzteres finden wir zum Beispiel hier:

Es muss mit militärischen Mitteln verhindert werden, dass Afghanistan wieder zur Basis für den islamistischen Terrorismus wird; auch der dafür notwendige Aufbau des Landes kann nur gelingen, wenn er militärisch abgesichert wird.

Das stimmt selbst dann, wenn eine Mehrheit der Bevölkerung sich vor solchen Einsichten drücken will.

Ob das aus der Sicht eines Journalisten stimmt oder nicht, sollte für Volksvertreter nicht von belang sein. Lebten wir in einer Demokratie, würden unsere Politiker als Volksvertreter agieren (statt als Volksverräter) und sich nach dem Volkswillen richten. Das Volk für unfähig zu halten, eine korrekte Entscheidung zu treffen und deshalb eigenmächtig agierende Führer einzusetzen, hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Offenbar wird der Weg zurück in den totalitären Staat von diesem Kommentator begrüßt.

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Eine Antwort to “Renazifizierung”

  1. Die Gleichschaltung in den Köpfen « Kurokasai Says:

    […] Gleichschaltung in den Köpfen Bei den Redakteuren der “Welt” ist die Renazifizierung schon weit genug fortgeschritten, sodass sie Führerprinzip, offene Missachtung von Menschenrechten […]

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