Der Papst interpretiert den Terrorismus

Einige terroristische Netzwerke beuteten «schamlos» den Vorwurf aus, die moderne Gesellschaft habe Gott vergessen, und versuchten damit ihre Bedrohung der globalen Sicherheit zu rechtfertigen. Angemessener Respekt für Religion helfe, diesem Vorwurf vom vergessenen Gott zu begegnen, sagte der Papst.

Komisch, mir fällt nur eine Organisation ein, die diese Begründung für ihren Unfug benutzt und bei der finde ich „Terrorismus“ nicht ganz passend, zumindest seit sie keine Inquisitionen mehr durchführt. Organisierte Kriminalität trifft doch eher zu.

Muslimische Partisanen greifen „den Westen“ nicht an, um dessen „Gottvergessenheit“ aufzuzeigen, sondern weil diverse westliche Staaten muslimische Länder besetzt halten, was im Dschihad rückgängig gemacht werden soll. Dieser Haltung begegnet man am besten, indem man sich nicht in einen Krieg gegen diese Leute stürzt, sondern ihn von vornherein vermeidet. Respekt vor Religion allgemein (oder im päpstlichen Sinne wahrscheinlich, vor dem Christentum allein) wird jedenfalls keinen Partisanen vom Widerstand abhalten.

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