Herr über Leben und Tod

Vorgestern belästigte mich der Militarimus in unseren Landen bereits weit genug, doch kaum ist der eine Groll verflogen, kommt schon der nächste kriegsgeile Idiot, um weitere bellizistische Propaganda abzulaichen:

Depenheuer räumte ein, dass es Situationen gebe, in denen man auch bereit sein müsse, für sein Land Opfer zu bringen. Wie etwa dadurch, dass Soldaten nach Afghanistan gingen. „Wenn es um dramatische Situationen geht, kann von Zivilisten unter Umständen auch das Opfer des Lebens verlangt werden, so wie es jeder Soldat auf sich nimmt, wenn er im Ernstfall ins Feld geschickt wird.“

Man kann es also verlangen? Von Zivilisten, die nachweislich nichts mit Krieg zu schaffen haben wollen? Depenheuer spricht von nichts anderem, als die Kontrolle über Leben und Tod von Menschen, die dies gar nicht wollen; ein totalitäres Diktat, wer leben und sterben darf.

Solche Leute sollten meiner Meinung nach in eine geschlossene Anstalt verwiesen werden, bevor sie ihre düsteren Fantasien verwirklichen. Falls sie das tun, ist es ein echter Glücksfall, wenn sie das nur als Serienmörder tun (und kaum jemand wird meinen, dass sich eine Gemeinschaft nicht gegen derartige gefährliche psychisch Kranke schützen sollte). Haben wir hingegen Pech, so landen diese Leute irgendwo, wo sie Entscheidungsgewalt vorfinden, und dann ist das Leben von uns allen gefährdet.

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