Wieso denn Folter?

Die Amis drücken bei Folter ganz gern mal ein Auge zu, wenn es um die Täter geht, oder auch mal alle beide Augen, wenn es um die Methoden geht. So erklärte die Heimatschutzberaterin des Führers der VSA Frances Townsend, das lediglich „Techniken“angewendet worden seien, dies sei aber keine Folter.

Dazu gehörten Schläge auf den Kopf und das als „waterboarding“ berüchtigte Simulieren von Ertränken. In dem Memorandum sei auch grünes Licht dafür gegeben worden, Gefangene stundenlang eiskalten Temperaturen auszusetzen, sie in „Stresspositionen“ stehen oder sitzen zu lassen und sie durch laute Rockmusik am Schlafen zu hindern.

Und wer würde schon das Hervorrufen von physischen und psychischen Schmerzen Folter nennen? Schließlich ist Folter ja so ein böses Wort und es ist ja auch nicht „die Politik der USA zu foltern“. Da kann man schon mal ignorieren, dass diese Methoden von höchster Stelle angeordnet wurden.

Der New York Times vom Donnerstag zufolge hatte das Justizministerium unter der damaligen Führung des engen Bush-Vertrauten Alberto Gonzales ausdrücklich erlaubt, Terrorverdächtige „einem Trommelfeuer schmerzhafter körperlicher und psychologischer Taktiken auszusetzen“.

Da sieht man es doch. Das ist keine Folter, das ist ja nur, um Kooperation zu erzwingen erbitten. Man hört ja sofort auf, wenn der Gefolterte den Techniken ausgesetzte sich fügt. Wie kann man nun also annehmen, einen Gefangenen körperlichen psychischen Schmerzen auszusetzen, um seinen Willen zu brechen, sei das gleiche wie Folter, also einen Gefangenen körperlichen und psychischen Schmerzen auszusetzen, um seinen Willen zu brechen. Dazwischen ist doch ein himmelweiter Unterschied!

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