Willkommen im Panoptikum

Ein Panoptikum oder Panopticon ist ein Gefängnis, dessen Zellen alle von einem zentralen Punkt eingesehen werden können, im Idealfall sogar, ohne dass der Insasse weiß, ob er gerade beobachtet wird oder nicht. In einem Panoptikum herscht also Paranoia, die daran hindern soll, sich regeldiskonform zu verhalten. Mir persönlich wird bei dem Gedanken an so etwas schlecht, doch augenscheinlich gibt es Menschen, die so etwas für eine so tolle Idee halten, dass sie dies gleich als Grundprinzip einer Gesellschaft haben möchten:

Einen unter allen Umständen beobachtungsfreien Raum darf es nicht geben – jedenfalls nicht für den, der den Grundrechtsschutz der Bürger ernst nimmt. In der Sicherheitsdebatte läuft einiges schief, wenn, wie wohl demnächst auch in Karlsruhe, ein Instrument für unzulässig erklärt wird, weil die Missetäter ohnehin an der Spitze des Fortschritts stünden, die Sicherheitsbehörden also stets zu spät kämen.

Der Autor ist bereits über George Orwells „1984“ hinaus, im dort beschriebenen Staat gab es nämlich noch beobachtungsfreie Räume, wie die Nische in Winston Smiths Wohnung, die im toten Winkel des Televisors lag.

Im Gegensatz zur Meinung des Verfassers dieses Artikels gibt es übrigens eine Idee, die sehr wohl meint, es Zonen geben, in denen kein Fremder herumschnüffeln darf, nämlich die Idee der Privatssphäre.

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