Noch mehr Kindergarten

Bulgarien tritt nun in eine Reihe mit Weltmächten wie den VSA und dem Iran, indem der dortige Premier beweist, dass auch seine Entwicklung irgendwann zwischen dem 2. und dem 5. Lebensjahr zum Stillstand kam.

Auch Bulgariens Premier Sergei Stanischew hat ein Sonderproblem. Da Europa auf bulgarisch Ewropa heißt, möchte er die europäische Einheitswährung in bulgarischer Übersetzung nicht Euro nennen, sondern Ewro. Die Europäische Zentralbank hingegen argumentiert, die Währungsbezeichnung sei ein Markenzeichen und dürfe nicht verändert werden. Bulgarien drohte zunächst, alle europäischen Geschäfte zu blockieren, bis diese Frage geregelt ist. Sogar das Assoziationsabkommen mit Montenegro sollte auf Eis gelegt werden. Nun verlangen die Bulgaren, dass eine Arbeitsgruppe bis Ende November eine Lösung findet. Sonst wollen sie die bulgarische Version der neuen EU-Verträge nicht unterzeichnen.

Putzig, wie zwei kleine Kinder die sich streiten, und anschließend ein Kind dem andern immer die Bauklotzbauten umwirft. Fehlt nur noch, dass Stanischew mit den Füßen stampft und schreit: „Ich will aber ‚Ewro‘ sagen dürfen!“

Das sture Gebaren der Zentralbank mutet auch nicht ganz erwachsen an, da sie bei ihrem „Markenzeichen“ eigentlich schon Ausnamhen zulässt, nur eben nicht für Bulgarien. In Griechenland heißt das Geld nämlich „ευρώ“.

Wie man eine solche Diskrepanz zwischen „Euro“und der eigenen Schreibweise für das Wort, das den Kontinent bezeichnet, löst, ohne sich völlig zum Affen zu machen, das sieht man an den Slowenen und Litauern, die die Aussprache einfach der eigenen Mundart angepasst haben, ohne vorher laut in Brüssel zu krähen.

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