Dein Gewissen ist, was ich dir befehle!

Dass Papa Ratzi nicht alle beisammen hat, ist nicht besonders schwer zu übersehen. Er beweist es ja auch immer wieder:

Der Papst hat Apotheker zur Dienstverweigerung aus Gewissensgründen bei Abtreibung oder Euthanasie aufgerufen. Es sei nicht möglich, „das Gewissen zu betäuben“, wenn es etwa um Medikationen gehe, die die Einnistung eines Embryos verhinderten oder ein Menschenleben beendeten, hatte Benedikt XVI. am Montag vor katholischen Apothekern, die in Rom an ihrem Weltkongress teilnahmen, erklärt.

Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen Euthanasie und Sterbehilfe, nämlich den, dass Sterbehilfe vollzogen wird, wenn ein Mensch selber schmerzfrei und möglichst würdevoll sterben möchte, aber nicht kann; und dass Euthanasie das Töten eines Menschen ist, weil jemand anders als der Getötete dessen Leben für lebensunwert betrachtet. Diesen Unterschied kennt Ratze, ignoriert ihn aber bewusst, um eine Verbindung zwischen Sterbehelfern und den Nationalsozilaisten zu schaffen, welche Euthanasie an Behinderten betrieben haben. Übrigens mit Kenntnis und Billigung der katholischen Kirche.

Auch dass „Wir Papst“ gegen die Abtreibungspille RU 486 und Verhütungsmittel wie die Pille danach sind, ist kei Wunder; freie Sexualität ist schließich, des Teufels; denn wie sollten sich sonst Pädophilie und andere sexuell bezogene Geisteskrankheiten entwicklen? Das ist alles von ihm gewollt, es sei denn, er ist bereits geistig so weggetreten, dass er gar nicht mehr merkt, was außerhalb des Vatikanevals vorgeht.

Dafür spricht jedenfalls, dass er meint, das Gewissen anderer Leute bestimmen zu können, entscheidet er doch ganz autokratisch, als der Gewissensdiktator, dass es gegen das Gewissen von Apothekern verstoße, diese Medikamente zu verkaufen. Auf die Idee, dass die Apotheker vielleicht ein eigenes Moralsystem hätten, das nicht zwangsläufig mit den verkalkten Moralvorstellungen des Pontifex‘ gekoppelt ist, kommt unser AIDSförderer wohl nicht. Für ihn gibt es religionsbedingt eben nur eine Moral, nämlich die, dass dem papst immer zu gehorchen sei, egal wie abstrus und schädlich seine Befehle auch sind. Die Vorstellung, dass er unfehlbar sei hat sich inzwischen verselsbtständigt und Ratze glaubt inzwischen an die eigenen Lügen, ganz wie die Figur O’Brien aus George Orwells Roman 1984.

Prinzipiell bin ich ja gegen Euthanasie, aber bei Ratze könnte man eine Ausnahme machen, er stellt nämlich in seinem Wahn eine Gefahr für sich und andere dar.

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