Lichtstreif im Propagandanebel

Im dunklen schwarzen Rauch deutscher Propaganda (im Volksjargon „Journalismus“ genannt) ist für Wahrheit kein Platz, doch hin und wieder reißt diese Rauchwolke auf und offenbart einen Lichtstrahl Wahrheit. Das passierte heute, als die Süddeutsche vermeldete, dass die Taliban inzwischen 54 % von Afghanistan kontrollieren. Was unabhängige Nachrichtenquellen seit Jahren berichten, kann auch die Mainstreampresse nicht mehr ignorieren.

Ich hatte mich aber schon gefragt, wie die Journaille sich aus dem Kontrast jahrelanger Erfolgsmeldungen und der neuesten Meldung windet. „Eine dramatische Wendung“ ist es also, was man mit ein wenig Blicken über den medialen Tellerrand schon vor über drei Jahren klar war: Es ist eine Schnapsidee zu glauben, die NATO könne mit wenig Truppeneinsatz das schaffen, was die Sowjet-Union mit massivem Truppeneinsatz nicht schaffte, nämlich die Herrschaft über eines der partisanenstärksten Länder der Erde.

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