Was genau wird eigentlich aus Kirchensteuern finanziert?

Der Anteil für soziale Zwecke beläuft sich auf maximal 15 Prozent. Allein zwei Drittel der Einnahmen werden für die Bezahlung von Pfarrern und Kirchenpersonal aufgewendet, Bischöfe- und Erzbischöfe werden sogar aus öffentlichen Steuermitteln bezahlt. Auch kirchliche Kindergärten, Schulen, Altenheime und Krankenhäuser werden zwischen 85 und 100 Prozent aus Steuermitteln bzw. Sozialbeiträgen finanziert. Dazu kommen Milliardensubventionen für Religionsunterricht, Militärseelsorge, die Priester- und Theologenausbildung und vieles mehr. Wohlgemerkt: Diese Kosten werden allen Steuerzahlern aufgebürdet, Christen, Andersgläubigen und Atheisten gleichermaßen. Diese Subventionierung der Kirchen ist allerdings leider ein politisches Tabuthema.

Die Trennung zwischen Kirche und Staat ist in diesem rückschrittlichen Land noch nicht vollzogen, was alle Deutsche zu Heuchlern erklärt, wenn sie andere Gottesstaaten kritisieren ohne auch eine Säkularität in Deutschland zu fordern. Doch lieber nicht zu viel denken, lieber keine Selbstkritik üben, denkt sich der deutsche Michel, sonst müsste man noch vor der eigenen Haustür kehren und das stört, wenn man sich über andere erheben will. Wer die Nase hoch hält, übersieht den Dreck unter den eigenen Füßen.

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