Dein Freund und Helfer…

Mir wird regelmäßig schlecht, wenn ich über das Verhalten der deutschen Polizei lese. Heute war es wieder einmal so weit:

Wie berichtet, war Almuth W. am späten Abend des 1. Mai auf dem Heimweg vom Myfest nach Hause. Als auf der Oranienstraße nahe dem Heinrichplatz Randale aufkamen, suchte sie Schutz vor dem Hauseingang Oranienstraße 199. Wie sie berichtete, sei sie plötzlich zu Boden gegangen, weil ihr mit einem Knüppel von hinten in die Kniekehlen geschlagen worden sei. Als sie schon am Boden lag, habe sie erkannt, dass ein behelmter Polizist ihr mit dem Schlagstock zweimal seitlich gegen den Oberkörper schlug. Die Ärzte diagnostizierten später einen Rippenbruch.

Ganz toll, liebe Staatsgewalt! Heldenhaft wie Straßengangster auf Frauen einzuprügeln, die sich in einem Häusereingang verstecken! Ihr seid genau die Schläger, vor denen das staatliche Gewaltmonopol die Bürger eigentlich schützen sollte! Und dass mir niemand glaubt, das sei nur ein bedauerlicher Unfall gewesen, das Zusammenschlagen von unbeteiligten Passanten ist vom Hundertschaftsführer befohlen worden:

Nach Tagesspiegel-Informationen hatte ein Hundertschaftsführer der Bereitschaftspolizei den Einsatz von Reizgas und Tonfa – einem Schlagstock mit Quergriff – auch gegen „vermeintlich unbeteiligte Personen“ angeordnet.

Das ist widerlich, das ist staatliche Willkür, die es nur in einem totalitären Polizeistaat gibt. Der Täter kann übrigens nicht ermittelt werden, weil er vermummt war, nur die Kennung „1121“ ließ sich feststellen, welche 14 Polizisten kennzeichnet, die natürlich nichts gesehen haben. Omertà, ick hör dir trapsen…

Beim Lesen solcher Fälle verliere ich nicht nur das Vertrauen in die Sicherheit, die das Gewaltmonopol leisten soll, ich habe sogar regelrecht Angst in Gegenwart von Polizisten. Darum versuche ich diese Menschen so weit es geht zu meiden, mich so unauffällig zu verhalten wie möglich, um sie nicht zu provozieren. Das mag übertrieben klingen, weil bestimmt nicht jeder Polizist ein brutaler Schläger ist, sondern nur wenige Einzelfälle (die an die Öffentlichkeit dringen), doch woher soll ich wissen, dass ich nicht zufällig einen dieser Einzelfälle vor mir habe? Almuth W. wusste es auch nicht.

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