Monika Harms und die Realität

Generalbundesanwältin Monika „Sachbeschädigung ist Terrorismus“ Harms hat ein sehr seltsames Verhältnis zur Realität. Es entspricht wohl dem Verhältnis eines Ochsen zum Flambieren: Nie was davon gehört. Das wäre ja nicht besonders schlimm, wenn sie ihre Wahnvorstellungen irgendwo im stillen Kämmerlein für sich alleine genießen würde, anstatt sie dem Rest der Menschheit mitzuteilen, doch leider tut sie genau das:

Generalbundesanwältin Monika Harms legte sich am Freitag fest. Hinter den Anschlagsplänen der im September festgenommenen Islamistengruppe um den Konvertiten Fritz G. stecke die Islamische Dschihad-Union (IJU) aus Usbekistan. „Es gibt keinen Zweifel, dass das Bekennerschreiben der IJU authentisch ist und dass diese Vereinigung auch existiert“, sagte Harms gestern bei der Vorstellung ihrer Jahresbilanz.

Ist nun ja auch logisch, dass eine usbekische Gruppe ein Bekennerschreiben an deutsche Adressaten in türkischer Sprache verfasst. Zumindest im Weltbild von Harms.

Dass laut dem damaligen britischen Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, die „Islamische Jihad-Union“ nichts weiter als eine Erfindung des dortigen Diktators zur Oppositionellenermordung ist, interessiert Harms auch nicht. Würde sie auch nur verwirren und ihr duales Weltbild vom bösen Terrortürken und guter Staatsgewalt durcheinanderbringen. Ganz gefährlich ist natürlich die Aussage vom Verfassungsschutz, die „Islamische Jihad-Union“ gebe es gar nicht, oder zumindest nur im Internet. Doch dafür findet unsere tapfere Generalbundesanwältin sofort eine Lösung, und da sie schon vorher in einem Meer aus Lügen watete, hat sie auch keine Hemmungen, nun die albernsten und dreistesten Falschbehauptungen aufzustellen:

Ein Islamismus-Experte des Stuttgarters Landesamts für Verfassungsschutz hatte vor einigen Wochen erklärt, es gebe Indizien dafür, dass die IJU nur eine Erfindung im Internet sei. Doch Harms wischte die Bedenken nun vom Tisch. „Das hat ein Mitarbeiter des Amtes bei einem lockeren Gespräch am Rande einer Ausstellungseröffnung gesagt.“ Diese Aussage sei auch erst viel später publiziert worden. „Da war sie längst überholt“, so Harms. Im Hinblick auf das taz-Interview mit dem Verfassungsschutz-Experten Benno Köpfer (taz vom 5. Oktober) ist die Aussage von Harms definitiv falsch. Das Interview wurde am Tag vor der Veröffentlichung geführt.

Entweder, Monika Harms glaubt wirklich, dass der Schwachsinn, den sie da verzapft hat, die Wahrheit ist – dann sollte man sie aus ihrem Amt entfernen und einer psychiatrischen Behandlung unterstellen – , oder sie lügt bewusst, weil die ganze Geschichte um die Bleichmittelbomber nichts weiter als eine Erfindung der Geheimdienste um fingierte Anschläge ist, wie schon das Celler Loch oder die Operation Gladio.

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