Bomben, die Lösung für alle Probleme

Die geistige Verfassung des gewählten Präsidenten der VSA ist mit „naiv“ ja noch geschmeichelt. In so fern ist es eigentlich ein Unding, ihn für die Realsatire, die er Tag für Tag absondert, auszulachen. Über Autisten macht man schließlich auch kein Scherze. Doch manchmal geht es einfach nicht anders. Selbst wenn einem das Lachen über seine denkbefreite Weltsicht bei näherer Überlegung ob des grausam abschreckenden Themas im Hals stecken bleibt. So auch heute:

Während einer Führung durch die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem habe Bush Außenministerin Condoleezza Rice gefragt, warum die USA während des Zweiten Weltkrieges nicht die Zufahrtswege zum Konzentrationslager Auschwitz zerstört hätten, sagte der Vorsitzende des Holocaust-Zentrums Avner Schalev am Freitag in Jerusalem. „Wir hätten bombardieren sollen“, um das Töten zu beenden, habe Bush gesagt.

Ich glaube, es entspricht wirklich seine Weltbild, dass ein paar Bomben auf eine Konfliktregion geworfen dazu führen, dass das (je nach Konflikt) gegenseitige oder einseitige Abschlachten aufhört.

Mal ganz davon abgesehen, dass die amerikanische Luftwaffe auch heute nicht völlig präzise ihre Todesgrüße aus dem Himmel schicken kann (oder woher kommen sonst die ganzen „Kollateralschäden“ der „Interventionen“?), ein Bombardement der Zufahrtswege wohl auch zivile Opfer gefordert hätte; warum hätte es die Nazis abhalten sollen, mit ihrem grausamen, menschenverachtenden Massenmord aufzuhören, wenn die Infrastruktur augeschaltet ist? Die Totenkopfverbände hatten keine Skrupel 50 Kilometer lange Gewaltmärsche ihrer Opfer durchzuführen. Das hätten sie im Fall der zerstörten Zufahrtswege auch getan. Der effektive Nutzen dieser Idee wäre wohl keiner gewesen.

Man darf nie vergessen, dass dieser Mensch in seinen Planungen sowohl zivile Opfer als auch den Nutzen vollkommen ignoriert.

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