Deja vu?

Lasterbombe – Sprengestoff in Deutschland – Anschlag in Berlin befürchtet!!!

Kommt das nur mir so vor, als hätten wir das gerade eben schon einmal gehabt? Die letzte Lasterbombenstory war ja so hanebüchen, dass man sie doch besser zur Ente erklärte, um nicht das Gesicht zu verlieren, doch ist die neueste Mär denn gaubwürdiger?

Der Diebstahl eines Bundeswehr-Kleinbusses aus einer Werkstatt hatte laut «Focus» den Alarm ausgelöst. Staatsschützer hätten befürchtet, dass der Wagen als rollende Bombe eingesetzt werden könnte. Eine große Menge Sprengstoff soll nach Erkenntnissen des BKA bereits an geheimen Ort gebunkert sein, wie es weiter hieß.

Diese Geschichte ist ja noch absurder als die letzte. Seit wann werden Kleinbusse der Bundeswehrmacht in herkömmlichen Werkstätten repariert? Und woher weiß das BKA, dass eine große Menge Sprengstoff gebunkert wird, wenn sie doch den Ort gar nicht kennt (er ist ja schließlich „geheim“)? Vermutlich beim Lesen von Tarotkarten oder aus einer Kristallkugel erfahren.

Aber es kommt noch bedeutend besser und ginge es nicht auch um mich, der ebenso wie alle anderen Untertanen dieser Bananenrepublik von dem Irrwitz unserer Herrscherkaste betroffen ist, ich würde mich genüsslich zurücklehnen und hätte meine schiere Freude daran, jede Woche so köstlich absurde Verschwörungstheorien voller Verfolgungswahn zu lesen, die aber einen Atemzug später zu völlig harmlosen Vorfällen erklärt werden. So auch diesmal, denn auf ein ordentliches „Buh! Terror!“ muss ein „haha! Verarscht!“ folgen. Ist anscheinend Usus in Deutschland. So ist der potenzielle Sprengstofflaster gar keiner, nicht einmal potenziell, der ist nämlich längst wieder aufgefunden worden. Warum dann eine Autobombe vermutet wird? Und warum der Diebstahl eines Armeelasters eher auf Terror hindeutet, als der Diebstahl eines zivilen Lasters, den man ebenso gut mit Sprengstoff beladen und ebenso sehr in die Luft fliegt? Weiß man nicht, will man auch nicht wissen. Tarotkarten sind eine Glaubensfrage, keine des Wissens.

Als Ziel sollen jüdische Gemeinden ausgewählt worden sein. Woher die „Berliner Sicherheitskreise“ das nun wieder wissen, sie hüllen sichauch in diesem Punkt in Schweigen. Vielleicht war es die gleiche Kristallkugel wie im Falle des Sprengstoffs.

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2 Antworten to “Deja vu?”

  1. NucDenhemm Says:

    Ähm…kleiner Hinweis: Bundeswehrfahrzeuge werden in privatwirtschaftlichen Werkstätten repariert. Haben zwei von diesen in unserem Kreis.

    Nuc

  2. kurokasai Says:

    Danke für den Hinweis. Dann scheint ja wenigstens ein Detail der Meldung nicht so absurd zu sein, wie ich es wahrgenommen hatte.

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