Marodeure unter sich

Es gibt eine einfache Faustregel in den Beziehungen, die der Staat BRD unterhält: Je krimineller und menschenverachtender eine Person oder Organisation agiert, desto attraktiver wird sie für eine Kooperation. Unser hoch moralischer Staat arbeitet zum Beispiel mit Diktatoren wie Islom Karimov und der chinesischen Regierung zusammen. Die Massenmörder und Folterer aus dem weißen Haus zählen zu unseren engsten Verbündeten, ebenso wie die spanischen Machthaber, die im Baskenland willkürliche Verhaftungen durchführen und Gefangene foltern lassen. Auch das organisierte Verbrechen im Kosovo ist unserer Elite so sympathisch, dass dieses dank deutschem Engagement gleich mal das ganze Land offiziell kontrollieren darf.

Die Liste an kriminellen Verbündeten ist lang, was jedoch für die Führung dieses Staates keinen Grund darstellt, sie nicht noch ein wenig zu verlängern. DynCorp ist doch ein ganz sympathischer Kandidat. Das ist ein Söldner- und Sicherheitskonzern, der mit der unsäglichen Firma Blackwater konkurriert. Sowohl was das Erhaschen von Aufträgen in Krisenregionen angeht, als auch in dem Punkt, welches Unternehmen am schnellsten seinen Ruf verliert. DynCorp hat da schon so einiges zu bieten. Dass Mitarbeiter des Konzerns auch mal den Menschen, den sie beschützen sollen, eine verpassen oder bei der (übrigens miserablen) Ausbildung von afghanischen Polizisten die staatlich bereitgestellte Ausrüstung mitgehen lassen, gehört noch zu den harmlosesten Vorfällen. Vergewaltigungen und Frauenhandel in Bosnien zählen zur anderen Seite des Spektrums. Weil Unrechtsbewusstsein in der Branche sowieso nicht vertreten ist, wundert es auch nicht, dass DynCorp-Mitarbeiter bei den Folterungen in Abu Ghraib beteiligt waren. Und natürlich beherrscht auch DynCorp die Königsdisziplin der Söldnerfirmen, das Erschießen von wehrlosen Zivilisten.

Man sieht, diese Firma ist genau die richtige, um mit deutschen Soldaten zusammen die afghanische Polizei auszubilden. Nun gut, eine Firma deren Mitarbeiter so etwas wie Menschenachtung kennen, würde sich wohl kaum an der Zwangsrekrutierung und Ausbildung von Kindersoldaten beteiligen, die in Afghanistan von der Bundeswehr betrieben wird. Insofern ist es verständlich, dass die Alliierten der BRD derartiges lichtscheues Gesindel ist, wenn alle rechtschaffenen Menschen nichts mit den Verbrechen unserer Junta zu tun haben wollen.

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