Vorbild Großbritannien?

Das überrascht bestimmt jeden eben so sehr wie mich:

Die über vier Millionen Videokameras helfen laut Scotland Yard kaum bei der Verbrechensaufklärung – es fehlt das passende Personal.

Milliardenschwere Investitionen in ein landesweites System von Überwachungskameras haben in Großbritannien die Kriminalität kaum eingedämmt.

Das Netz mit mehr als vier Millionen Videokameras sei ein „völliges Fiasko“, sagte jetzt der Chef der Scotland-Yard-Abteilung für Videoüberwachung, Mike Neville.

Kriminelle würden die Kameras längst nicht mehr fürchten, sagte der Chefinspektor nach Angaben der BBC vom Dienstag bei einer Sicherheitskonferenz in London.
[…]
So seien lediglich drei Prozent der in der Millionenstadt London verübten Raubüberfälle mit Hilfe von Überwachungsvideos aufgeklärt worden.

Fassen wir doch mal zusammen: Videoüberwachung dämmt die Kriminalität nicht ein, erzielt keinen Abschreckungseffekt bei Kriminellen und hilft so gut wie gar nicht bei der Aufklärung von Verbrechen. Warum will unsere Junta noch einmal Milliarden in die Überwachung pumpen, um ihre Bürger Untertanen flächendeckend bespannen  zu lassen? Wer jetzt noch daran glaubt, die Überwachung passiere nur zu unserem Besten, soll uns nur vor Kriminellen und Terroristen schützen, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

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3 Antworten to “Vorbild Großbritannien?”

  1. Shinobi No. 1919 Says:

    Nunja, es wurde ja gesagt, dass es maßgeblich daran scheitert, dass es nicht genug Personal gäbe. Würden wir nun Verhältnisse wie in der DDR wieder einführen, in der gut jeder 4. in irgendeiner Weise mit Staatssicherheit, Volksarmee oder Partei zu tun hatte, dann hätten wir wohl genug Personal. Die Installation von Videokameras ist sicherlich nur ein Schritt hin zum „idealen System“…

  2. kurokasai Says:

    Würde die britische Regierung noch bedeutend mehr Geld für das Projekt verheizen, würde sich die Quote wohl steigern. Auf einen wirklich akzeptablen Kosten-Nutzen-Faktor käme man dann wohl auch nicht, weil ein weiteres Problem (anderer Artikel als der verlinkte, hab aber verschlampt den aufzuheben) ist, dass die Kameras an falscher Stelle positioniert sind. Dazu kommt nochj stellenweise schlechte Bildqualität, vermummte Täter (nicht nur Volldeppen begehen Verbrechen), falsche Perspektive (Täter steht mit dem Rücken zur Kamera z. B.) usw…

  3. Shinobi No. 1933 Says:

    Pfui! Es geht hier um die Schaffung eines Systems, der alle Volksgenossen glücklich macht und sie vor bösen Elementen, z.B. Ausländern, schützt! Und du fragst nach Kosten? Hat man damals, als man den Reichsparteitag in Nürnberg baute, etwa nach Kosten gefragt? Nein, Geld ist zum Verheizen da! Du tust ja geradezu so, als würden „lebenswerte Regimes“ durch zu hohe Kosten zu Grunde gehen! Als ob das im Dritten Reich der Fall gewesen wäre oder in der DDR (nicht Das Dritte Reich!). Kuro, du verkennst, worum es unseren Erlösern und Möchtegern-Diktatoren geht! Kosten stellen sich da nun wirklich nicht an, es sind ja auch nur Steuergelder! Nein, die Einschränkung eines Menschenrechtes macht 10 Milliarden auch sicher wett! Die Einschränkung oder gar Abschaffung einer ganzen Hand voll ist schier unbezahlbar… für alles Andere gibt es Schäuble-Card! 😛

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